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krosta.tv Gespräch: mit Curd Schumacher

Linker Verschwörungsideologe“ (Michael Krosta) trifft vom „Volxtribun“ zum „Bösen Mann“ mutierten Curd Schumacher.

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Bei einigen Zuschauern werden sich die Zehnnägel alleine schon beim lesen des Titels dieser Folge aufrollen! krosta.tv Gespräch hat sich irgendwo in Deutschland mit Curd Schumacher getroffen. Wer nach dem Namen googelt und nicht bei dem SPD Politiker Kurt Schumacher hängenbleibt, wird feststellen das Curd Schumacher bzw. „Curd Ben Nemsi“ Redner bei diversen PEGIDA Demos war und ist.

Der „Böse Mann“ bzw. „Curd Ben Nemsi“ genießt bei vielen mittlerweile Kultstatus, während er für andere ein „populistischer Agitator“ ist, dem die „NAZI Keule“ um die Ohren gehauen gehört.

Für Curd Schumacher gibt es kein rechts oder links sondern nur ein oben oder unten!

Unsere Gesellschaft erodierte immer schneller in praktisch allen Bereichen. Entscheidungen gegen die Mehrheit der Bürger durch die Politik (TTIP, Bundeswehr Einsätze im Ausland, Hartz IV um nur 3 Punkte zu nennen) sind zur Regel geworden statt Ausnahmen zu bleiben. An den linken und rechten Rändern der Gesellschaft wird der Ruf nach Veränderungen immer lauter.

In dieser Folge von krosta.tv Gespräch erzählt Curd Schumacher seine Sicht über:

Demokratie und Parteiendiktatur,
die AfD,
Deutschland ist kein souveräner Staat [1][2],
das Grundgesetzt und eine neue Verfassung,
Flüchtlinge, Immigranten und Fachkräftemangel,
sowie seine Sicht auf „die jüngere deutsche Geschichte“ [3].

[1] Auszug aus der Rede des Bundesfinanzministers, Dr. Wolfgang Schäuble beim 21. Europäischen Bankenkongress „European Banking Congress“ in der Alten Oper in Frankfurt am Main am 18.11.2011 12:00 Uhr:

„Und wir in Deutschland sind seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen.“
http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Reden/2011/2011-11-18-european-banking-congress.html?view=renderPrint

[2] Mein Deutschland (Teil 9) Drei Briefe und ein Staatsgeheimnis

Herbst 1969: Bundeskanzler Willy Brandt wird ein Schreiben vorgelegt. Erst weigert er sich, es zu unterzeichnen – dann tut er es doch

Von Egon Bahr 14. Mai 2009 Quelle: DIE ZEIT, 14.05.2009 Nr. 21

… Brandt war wichtiger, zu berichten, was ihm »heute passiert« war. Ein hoher Beamter hatte ihm drei Briefe zur Unterschrift vorgelegt. Jeweils an die Botschafter der drei Mächte – der Vereinigten Staaten, Frankreichs und Großbritanniens – in ihrer Eigenschaft als Hohe Kommissare gerichtet.

Damit sollte er zustimmend bestätigen, was die Militärgouverneure in ihrem Genehmigungsschreiben zum Grundgesetz vom 12. Mai 1949 an verbindlichen Vorbehalten gemacht hatten. Als Inhaber der unkündbaren Siegerrechte für Deutschland als Ganzes und Berlin hatten sie diejenigen Artikel des Grundgesetzes suspendiert, also außer Kraft gesetzt, die sie als Einschränkung ihrer Verfügungshoheit verstanden.

Das galt sogar für den Artikel 146, der nach der deutschen Einheit eine Verfassung anstelle des Grundgesetzes vorsah.

Artikel 23 zählte die Länder auf, in denen das Grundgesetz »zunächst« gelten sollte, bis es in anderen Teilen Deutschlands »nach deren Beitritt« in Kraft zu setzen sei. Diese Vorwegnahme der Realität im Jahre 1990 konnten die Drei 1949 weder genehmigen noch ahnen. Gravierend für diese ganze Zeitspanne war, dass sie Groß-Berlin aus dem Artikel 23 amputierten, was dem ehemaligen Regierenden Bürgermeister natürlich vertraut war.

Brandt war empört, dass man von ihm verlangte, »einen solchen Unterwerfungsbrief« zu unterschreiben. Schließlich sei er zum Bundeskanzler gewählt und seinem Amtseid verpflichtet. Die Botschafter könnten ihn wohl kaum absetzen!

Da musste er sich belehren lassen, dass Konrad Adenauer diese Briefe unterschrieben hatte und danach Ludwig Erhard und danach Kurt Georg Kiesinger.

Dass aus den Militärgouverneuren inzwischen Hohe Kommissare geworden waren und nach dem sogenannten Deutschlandvertrag nebst Beitritt zur Nato 1955 die deutsche Souveränität verkündet worden war, änderte daran nichts.

Er schloss: »Also habe ich auch unterschrieben« – und hat nie wieder davon gesprochen.“
http://www.zeit.de/2009/21/D-Souveraenitaet

Konrad Adenauer, Egon Bahr und Willy Brand
Konrad Adenauer, Egon Bahr und Willy Brand

[3] Israelische Diplomatin in Berlin: „Die Pflege deutscher Schuld am Holocaust hilft Israel“
In einem „off-the-record“ Kommentar zu Journalisten, sagte die Sprecherin der Israelischen Botschaft in Berlin Adi Farjon, das Israel kein Interesse an der vollständigen Normalisierung der Beziehungen mit Deutschland hatte.

Quelle: Israelische Zeitung HAARETZ, Nir Gontarz Jun 25, 2015 1:43 PM

Israeli Diplomat in Berlin: Maintaining German Guilt About Holocaust Helps Israel
Israeli Diplomat in Berlin: Maintaining German Guilt About Holocaust Helps Israel

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